
Das Duo Sapin aus Berlin entwickelt Konzertprogramme, die Bekanntes mit Ungewöhnlichem und Vertrautes mit Neuem verbinden. In ihrem Zusammenspiel entsteht eine lebendige, gesangliche Klangsprache, geprägt von ihren Erfahrungen aus Kammermusik, Musiktheater und zeitgenössischer Musik.
Ausgehend von der Idee, dass das erst im Jahre 1840 erfundene Saxophon in der Romantik mit seinem kantablen Ton ein ideales Melodieinstrument gewesen wäre, widmet sich das Duo in seinem aktuellen Programm auch Bearbeitungen von ursprünglich für Gesang und Bratsche geschriebenen Werken. Diese werden Originalkompositionen für Saxophon gegenübergestellt.
Aktuelles Programm
Michail Glinka (1804-1857): Sonate für Viola in d-Moll, op. 72
(arr. Claude Delangle)
I Allegro moderato
Florent Schmitt (1870-1958): Légende, op. 66
Gustav Mahler (1860-1911): Lieder eines fahrenden Gesellen
(arr. Irina Yudaeva)
I Wenn mein Schatz Hochzeit macht
II Ging heut morgen übers Feld
III Ich hab ein glühend Messer
IV Die zwei blauen Augen von meinem Schatz
- Pause -
Fernande Decruck (1896-1954): Sonate
I Modéré et très expressif
II Andante
III Fileuse
IV Nocturne et final
Maurice Ravel (1875-1937): Deux mélodies hébraïques
(arr. Irina Yudaeva)
I Kaddish
II L’énigme éternelle
Bertold Hummel (1925-2002): Sonata brevis, op. 95A
I Allegro
II Sostenuto
III Presto
Irina Yudaeva
Die Saxophonistin Irina Yudaeva, in St. Petersburg, Russland, geboren und in Deutschland aufgewachsen, wurde bereits früh mehrfach auf Bundesebene im Wettbewerb „Jugend musiziert“ ausgezeichnet. Ihr künstlerisches Studium absolvierte sie an der Universität der Künste Berlin bei Johannes Ernst, wo sie unter anderem einen zweiten Preis beim Alice-Samter-Kammermusikwettbewerb erhielt und das Semifinale des internationalen Saxophonwettbewerbs in Odessa (Ukraine) erreichte. An der Hochschule für Musik Hannover schloss sie ihr Master-Studium bei Jan Schulte-Bunert ab und wurde Preisträgerin des internationalen Wettbewerbs in Chieri (Italien) in der Kategorie Kammermusik.
Förderungen erhielt sie im Rahmen des Förderstipendiums „Note um Note“ der Sparda-Bank Hannover-Stiftung sowie durch den Verein „Yehudi Menuhin – Live music Now“.
Darüber hinaus wirkte sie in zahlreichen Orchester- und Kammermusikprojekten mit, darunter dem Oldenburgischen Staatsorchester, der Neuköllner Oper, dem c/o chamber orchestra, der Jungen Kammerphilharmonie Berlin, der Jungen Norddeutschen Philharmonie, dem Ensemble work in progress, JungeMusik Berlin sowie dem Weimarer Ensemble miet+. Mit dem Adumá Saxophonquartett hat sie zwei CDs aufgenommen, eine davon mit dem Pariser Thereministen Grégoire Blanc.
Nadezda Tseluykina
Nadezda Tseluykina studierte Klavier an der Gnessiner Musikakademie in Moskau sowie am Voralberger Landeskonservatorium in Feldkirch und der Hochschule für Musik Berlin, außerdem Komposition am Staatlichen Konservatorium in Saratow (Russland). Sie war Stipendiatin des Russischen Komponistenverbandes und der Richard-Wagner-Stipendienstiftung Bayreuth und erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen, u. a. den Bösendorfer- und Steinway-Förderpreis und den DAAD-Preis.
Im Rahmen ihrer Konzerttätigkeit als Solistin und Kammermusikpartnerin musizierte sie u. a. mit dem Wiener Konzertverein, dem Ensemble work in progress, dem Ensemble KNM Berlin - im Bregenzer Festspielhaus, dem Nikolaisaal Potsdam, im Konzerthaus Berlin, im Salle de concert à Lyon, u. a. Sie arbeitet mit namhaften Komponisten zusammen und hat bereits zahlreiche Ur- und Erstaufführungen realisiert. Nadezda Tseluykina ist Lehrbeauftragte für Korrepetition an der Hochschule für Musik Rostock.
Ihr künstlerisches Profil wird ergänzt durch zahlreiche Arbeiten im Musiktheaterbereich: Als musikalische Leiterin und Arrangeurin gestaltete sie unterschiedliche Musiktheaterproduktionen mit, u. a. im Theater Rampe Stuttgart, dem Schlosstheater Rheinsberg, der Neuköllner Oper sowie den Sophiensälen Berlin.